• Tag 15: Koh Ker nach Beng Mealea und Siem Reap

    Posted on April 19th, 2010 Jan No comments

    Distanz: ca. 130 km
    Fahrtzeit: ca. 6 1/2 Stunden

    Nach der eher kurzen Etappe gestern war ich heute wieder etwas länger unterwegs. Die Strasse von Koh Ker nach Beng Mealea war anfangs eine meist sehr angenehme und gelegentlich sehr unangenehme Staubpiste, die hinter der Provinzgrenze zu Siem Reap zu einer asphaltierten Strasse wurde. Das machte die Sache aber nicht wirklich besser, weil der Asphalt so holprig war, dass ich mir manchmal die Staubpiste zurückwünschte.

    Inner court of Beng MealeaNach etwa 3 Stunden sah ich einen Touristen und seinen Guide aus ihrem Van aussteigen und folgerte richtig, dass ich wohl in Beng Mealea angekommen sein musste. Wie mir der Guide erklärte, kamen wir durch den Hintereingang zum Tempel, und empfahl mir vor, erstmal kein Ticket zu kaufen, denn “maybe the guard isn’t there”. Nach meinen Erfahrungen am Tag vorher entschloss ich mich seinem Rat zu folgen, was mir Ticketkosten in unbekannter Höhe einsparte.

    Gallery at Beng MealeaVon der ruhigen und entspannten Atmosphäre von Koh Ker war in Beng Mealea leider nichts zu spüren, weil überall lautstark diskutierende asiatische Tourgruppen umherrschwirrten. Das zentrale Heiligtum von Beng Mealea ist vollständig eingestürzt und hat den inneren Bereich des Tempels mit Geröll gefüllt. Rund herum gibt es aber sehr gut erhaltene Galeriegänge, die einen Eindruck davon vermitteln, wie düster es in manchen Teilen des Tempels gewesen sein muss. Insgesamt gefiel mir der Tempel nicht so gut wie Koh Ker, was aber grösstenteils einfach daran liegen dürfte, dass ich nach Koh Ker einfach zu verwöhnt war.

    Etwa 1 1/2 Stunden nach der Abfahrt von Beng Mealea kam ich nach Dom Det und damit zurück an die National Road 6 von Phnom Penh nach Siem Reap und machte erstmal Mittagspause. Frisch gestärkt ging es dann an die letzten 34 km bis Siem Reap, wo ich in alter Tradition im Popular Guest House eincheckte.

    Morgen werde ich erst einmal hier in Siem Reap eine Radelpause einlegen und dann am Mittwoch weiter nach Sisophon fahren.

  • Tag 14: Tbeng Meanchey nach Koh Ker

    Posted on April 18th, 2010 Jan No comments

    Distanz: ca. 70 km
    Fahrtzeit: ca. 3 1/2 Stunden

    A dirt road after the rainWeil ich versuchen wollte, Koh Ker und Beng Mealea an einem Tag zu besuchen, bin ich heute besonders früh aufgestanden und sass schon um kurz vor 6 auf dem Fahrrad mit Kurs auf Koh Ker, was ein neuer Rekord war. Die Strecke war überwiegend eine sehr breite und angenehme Staubpiste (das Stück mit den Pfützen auf dem Foto war nur ein paar hundert Meter lang), und nach dem Regen gestern war die Staubwolke der vorbeifahrenden Autos etwas kleiner als sonst. Obendrein war es auch noch oft bewölkt und damit ein bisschen kühler als die letzten Tage, was die Fahrt noch angenehmer machte.

    Temple ornamentsIch kam schon vor 11 Uhr am unbesetzten Ticketschalter von Koh Ker an. Ohne Ticket machte mich etwas planlos auf den Weg zu den Tempeln, weil es in meinem Reiseführer keine Karte des Gebiets gab und Wegweiser oder Namensschilder auf dem Gelände der Tempel nur sehr spärlich gesät und ausschliesslich in Khmer geschrieben waren. Nur von den Hinweisschildern der erfolgreichen Minenräumungen in der Umgebung der Tempel konnte man manchmal entnehmen, mit welchem Tempel man es hier eigentlich gerade zu tun hatte. Koh Ker war kurzzeitig die Hauptstadt des angkorianischen Königreichs und umfasst nicht nur einen einzigen Tempel sondern – ähnlich wie Angkor Wat, nur in etwas kleinerem Massstab – gleich eine ganze Tempelstadt. Entlang eines Rundwegs sind auf dem Gelände von Koh Ker zig kleinere und grössere Tempel verteilt, die ich natürlich alle mal gesehen haben wollte.

    Nach zwei ziemlich ramponierten Tempelruinen kam ich zu einer Weggabelung, an der ich mich dazu entschloss, abzubiegen statt geradeaus zu fahren. Das stellte sich später als eine weise Entscheidung heraus, weil ich so erst ganz zum Schluss zur Pyramide und dem Haupttempel kam. Bei den kleineren Tempel war ich fast immer der einzige Besucher weit und breit – und auch der einzige Mensch im allgemeinen, weil es keine Souvenirverkäufer oder Freizeit-Guides gab. Ich genoss die Stille und das Gefühl, die Tempel eine Zeit lang für mich zu haben.

    A dressed-up elephantDoor columnA temple and a tree-thingyAncient Khmer inscriptions

  • Tag 9: Champassak nach Kiet Ngong und Pakse

    Posted on April 13th, 2010 Jan 1 comment

    Distanz: ca. 85 km
    Fahrtzeit: ca. 6 Stunden

    Die Strecke heute war ein ziemlicher Kampf, weil ich morgens den Wind und die “Berge” gegen mich hatte, und nachmittags die Hitze – dementsprechend ist meine Fahrtzeit heute von der Rekordzeit von gestern auch weit entfernt.

    Inzwischen bin ich aber gut in Pakse angekommen, habe in Ermangelung von Alternativen (hier in Pakse ist von Touristenflaute keine Spur) das wahrscheinlich schlechteste und teuerste Zimmer auf der bisherigen Reise bezogen und bin jetzt hungrig und muede. Weitere Details und Fotos kommen morgen.

    Morgen werde ich in Pakse bleiben und mir dann ein Busticket fuer Uebermorgen zur Rueckfahrt nach Stung Treng kaufen.

  • Tag 8: Don Khong nach Champassak

    Posted on April 12th, 2010 Jan No comments

    Distanz: ca. 130 km
    Fahrtzeit: ca. 6 Stunden

    Das Internet ist gleich aus, deshalb muss ich mich etwas beeilen…

    Ich bin gut in Laos angekommen. So richtig kommunistisch ist es hier nicht, und an den Temperaturen hat sich im Vergleich zu Kambodscha leider auch nicht viel geaendert. Heute bin ich nach Champassak gefahren – in neuer Rekordzeit, was wohl daran gelegen hat, dass Wat Pu Champassak, ein alter Tempel aus der Zeit der Angkor (also eigentlich ein Khmer Tempel) mich erwartete. Gerade bin ich vom Tempelbesuch zurueckgekommen und werde jetzt erstmal (hoffentlich) kuehl duschen bevor es zum Abendessen geht, auf das ich mich heute besonders freue weil ich seit dem Fruehstueck nur Gebaeck und Chips hatte :)

    Morgen geht es weiter nach Pakse, wobei ich aber einen Abstecher ueber…einen kleinen Ort dessen Namen ich gerade vergessen habe mache und den ich jetzt einfach mal X nenne. X liegt jedenfalls an der Grenze zum Xi Phan NPA, was so eine Art Nationalpark ist, und ich werde morgen mal sehen, ob ich da evtl. meine Jungelwanderung nachholen kann, die in Ban Lung nicht geklappt hat. Besonders grosse Hoffnungen mache ich mir nicht, weil hier auch gerade eine ziemliche Touristenflaute ist, aber probieren will ich es trotzdem mal.

    Wenn alles gut laeuft bin ich also morgen Abend in Pakse und kann dann etwas ausfuehrlicher berichten, was in den letzten Tagen so passiert ist.

  • Tag 7: Stung Treng nach Don Khong

    Posted on April 12th, 2010 Jan No comments

    Distanz: ca. 90 km
    Fahrtzeit: ca. ? Stunden

    Beschreibung kommt noch

  • Tag 6: Ban Lun

    Posted on April 9th, 2010 Jan 1 comment

    Distanz: ca. 20 km
    Fahrtzeit: ca. 2 Stunden

    Es ist schon ziemlich spät, deshalb fasse ich mich diesmal kurz.

    On the woodpathEigentlich wollte ich heute eine Jungelwanderung machen, aber im Moment scheint absolute Touristenflaute hier in Ban Lun zu sein, so dass sich niemand anders finden liess, der auch eine Wanderung machen und damit die Kosten für die Guides senken wollte. Stattdessen habe ich mir drei Wasserfälle in der Nähe angesehen, die alle (im Gegensatz zu sämtlichen anderen Wasserfällen, die ich in den letzten Monaten gesehen habe) trotz Trockenzeit noch genug Wasser hatten.

    Hier sind die drei (Ka Chanh, Ka Tieng und Cha Ong):

    Ka Chanh waterfallKa Tieng waterfallCha Ong waterfall
    Tribal bachelor's hutZu diesem Bild gibt es einen mords Kalauer, ich bin aber gerade zu Faul, ihn aufzuschreiben…das hole ich beim nächsten Mal nach :)

    Nachmittags war ich noch im Markt auf der Suche nach einem günstigen Hemd, weil sich herausgestellt hat, dass die hellen Hemden für das doch etwas schweisstreibende Radfahren etwas ungeeignet sind. Leider gibt es günstige Hemden da aber scheinbar nur morgens, so dass ich nur dieses Bild aus der Kitsch-Abteilung mitgenommen habe:

    Kitsch at Ban Lun market

    Morgen werde ich wieder zurück nach Stung Treng fahren und die Jungelwanderung verschieben, bis ich in Laos bin.

  • Tag 5: Stung Treng nach Ban Lun

    Posted on April 9th, 2010 Jan No comments

    Distanz: ca. 15 km
    Fahrtzeit: ca. 0,5 Stunden

    Wie schon angekündigt bin ich heute ausnahmsweise mal mit dem Minibus weitergefahren. Es war glaube ich noch nie so entspannend, sich einfach hinzusetzen, über die (ziemlich schlechte) Staubpiste nach Ban Lun zu heizen und die Landschaft an sich vorbei ziehen zu lassen.

    Cooling down at Yeak Lom lakeIn Ban Lun angekommen bin ich dann zum Yeak Lom See gefahren, einem etwa 50m tiefen Vulkansee mit angenehm kühlem Wasser, der vor allem bei den jüngeren Einwohnern Ban Lun’s gerne zur Erfrischung besucht wird.

    Ban Lun Election CommitteeAnsonsten habe ich noch ein bisschen den Ort erkundet. Ban Lun ist ein recht kleiner Ort auf einem leichten Hügel, was den Vorteil hat, dass es (anfangs) immer Berg ab geht, wenn man irgendwo hin fährt.

    Abends bin ich noch zu einer Pagode am Rande von Ban Lun gefahren um den Sonnenuntergang zu sehen. Den habe ich allerdings im Gespräch mit einem Mönch verpasst…das ist mir jetzt schon zum zweiten Mal hier passiert.

  • Tag 4: Kratie nach Stung Treng

    Posted on April 7th, 2010 Jan No comments

    Distanz: ca. 140 km
    Fahrtzeit: ca. 8 Stunden

    Ich hab’s geschafft und bin gut in Stung Treng angekommen. Die Strasse war heute sehr gut, aber dafür war die Hitze heute schwer zu ertragen.

    Ich habe mich dazu entschieden ein bisschen zu schummeln und morgen mit dem Bus nach Ban Lung in Rattanakiri zu fahren – nach dem, was ich so gehört und gelesen habe, gibt es auf der Strecke wohl weniger Dörfer mit Schlafmöglichkeiten als wilde Tiger…

    Die Strecke nach Stung Treng war im Vergleich zur letzten Etappe sehr angenehm, weil sie fast durchgehend geteert und im Zustand “traumhaft” bis “OK” war. Nur ab und zu gab es kurze ungeteerte Stücke, die auf mich den Eindruck machten, als hätte da jemand die Karte mit seiner Planungs-Software aus einzelnen Streckenteilen zusammengesetzt, die im Massstab 1:100.000 genau aneinander zu passen schienen.

    Zur Mittagspause wählte ich unglücklicherweise ein Dorf ohne Restaurant aus, so dass mein Mittagessen gesund, aber etwas bescheiden ausfiel und aus einer Wassermelone und zwei Mangos bestand (Update: wie ich aus zuverlässiger Quelle von meiner Lieblingsbuch- und -obstverkäuferin in Siem Reap erfahren habe, risikiert man beim Essen von Wassermelonen während der heissen Monate hier üblen Durchfall “because you are barang and can’t tell which one is good or bad”. Ich scheine mit meiner Wassermelone aber eine gute Wahl getroffen zu haben). Während des Essens  wurde ich von einer ständig anwachsenden Gruppe von Dorfbewohnern verhört und habe mit meinen begrenzten Khmer-Kenntnissen Auskunft über Familienverhältnisse und die Familienplanung erteilt…glaube ich zumindest.

    Die restlichen Fotos habe ich leider gerade nicht hier und kann sie deshalb auch nicht hochladen – ihr müsst euch noch mindestens einen Tag gedulden.

    Truck Cabrio

    Mehr (incl. dem ersten Foto von meinem Fahrrad in voller Reisemontur) gibt es dann hoffentlich beim nächsten Mal.

    Stung Treng market at night

  • Tag 3: In Kratie

    Posted on April 6th, 2010 Jan No comments

    Nachdem ich die ersten beiden Tage gut voran gekommen bin, habe ich heute mal eine Pause gemacht, um Kratie zu erkunden.

    Phnom SamtukGanz ohne Fahrrad fahren ging es doch nicht, weil ich zu einer Pagode auf Phnom Sambok, einem Berg etwas noerdlich von Kratie gefahren bin. Die Aussicht auf den Mekong war sehr schoen, und ich war die meiste Zeit ueber nicht nur der einzige Tourist, sondern auch allgemein der einzige Mensch in Sichtweite und konnte die Ruhe und die Aussicht auf dem Gipfel geniessen. Etwas unter dem Gipfel sah ich zu meiner Ueberraschung ein Poster, auf dem die Fotos von zwei meiner Kollegen von CCBEN zu sehen waren.

    Delfine habe ich heute keine gesehen, aber dafuer war ich noch ein bisschen im Ort unterwegs und habe den Sonnenuntergang ueber dem Mekong und dabei mit zwei VietnamesenSunset in Kratie ein bisschen Englisch geuebt.

    Morgen geht es weiter nach Stung Treng…diesmal geht es etwas frueher los, damit ich mehr Pausen machen kann.

  • Tag 2: Kompong Cham nach Kratie

    Posted on April 5th, 2010 Jan No comments

    Distanz: ca. 110 km
    Fahrtzeit: ca. 7 Stunden

    Ich bin nach einem langen Trip heute endlich wieder frisch geduscht und sehr hungrig. Details incl. einer Anleitung zum guenstigen Intensivbraeunen gibt es morgen.

    Nach einer Nacht im Gästehaus in Kampong Cham ging es etwas später als geplant weiter nach Kratie. Etwas später deshalb, weil ich am Abend vorher leider vergessen hatte, mit die Wegbeschreibung nach Kratie auszudrucken, ohne die ich ungern losfahren wollte. Nach dem kurzen Besuch im Internetcafé ging es dann zu einem schnellen Nudelfruehstueck am Markt, wo ich einen Belgier traf, der auch gerade eine Radtour durch Suedostasien macht, aber genau in der umgekehrten Richtung.

    It's gettin' ruralDie Strecke schlaengelte sich am Mekong entlang und ging durch eine Strassensiedlung nach der anderen mit hoch aufgetuermten Heuhaufen und Haeusern auf Stelzen. Nach etwa 1 1/2 kam ich bei Wat Phnum, einer Pagode auf einem Berg mit Blick ueber den Mekong an. Die Fahrt den Berg hoch war etwas anstrengend, aber als ich erstmal oben war, machte die Aussicht alles wett.  Ein netter Touristenpolizist hiess mich sehr herzlich auf dem Berg willkommen und erklaerte mir mit einem Laecheln, dass ich jetzt $2 bezahlen muesse. Insgesamt waren mindestens 4 Polizisten auf dem Berg, was wohl gerade so reichen duerfte fuer den Touristenstrom von (laut Schaetzung des Polizisten) 6-7 Touristen pro Tag abzufertigen. Weil gerade ein Chinesisches Feiertag war – was eine gute Sache fuer alle chinesisch-staemmigen Kambodschaner, aber eine schlechte Nachricht fuer viele (Span-) Ferkel in Kambodscha ist – waren viele Kambodschaner auf dem Berg, und eine Familie lud mich ein, mit ihnen zusammen zu essen. Meinen urspruenglichen Vorsatz, kein Bier vor 10 zu trinken, habe ich dabei zugunsten der interkulturellen Verstaendigung voruebergehen ausgesetzt.

    Frisch gestaerkt ging es dann das letzte Stueck am westlichen Ufer des Mekong bis nach Stung Trang (nicht Stung Treng, wo ich morgen hinfahre) und dann mit der Faehre auf die andere Seite.

    Den Rest der Strecke ging es vorbei an einigen Cham-Doerfern (die muslimische Minderheit in Kambodscha). Ausser der Moschee im Dorf und den Kopftuechern bzw. Gebetshueten unterschieden die sich aber kaum von einem durschnittlichen kambodschanischen Dorf, und die Glaubensunterschiede scheinen die Beziehungen zwischen den muslimischen und buddhistischen Dorfbewohner nicht zu belasten. Ein Kopftuch zu tragen hat hier den Vorteil, dass man darunter seine natuerliche Blaesse besser bewahren kann, was hier auf jeden Fall ein Pluspunkt fuer eine Religion ist. Nach einem langen Stueck auf einer schoen geteerten Strasse kam ich in einer kleinen Provinzhauptstadt names Chhlong an.

    Weil es noch recht frueh war, entschied ich mich, auch noch die letzten 35 km bis Kratie in Angriff zu nehmen. Ich ging davon aus, dass die Strasse weiter so gut bleibt, wie sie es die letzten Kilometer war, und dass ich die restliche Strecke locker in den restlichen 2 1/2 Stunden bis zum Sonnenuntergang schaffen koennte. Leider stellte sich das bald als eine Fehleinschaetzung heraus. Kurz nach Chhlong wurde aus der gut geteerten Strasse eine Schotterpiste mit Laengsrillen die so tief waren, dass man mit dem Fahrrad nurnoch am Strassenrand fahren konnte. Der Strassenzustand hielt die Autofahrer aber nicht davon ab, in beachtlichem Tempo ueber die Strecke zu heizen, wobei sie eine Staubwolke hinter sich her zogen. Nach einiger Zeit kam ich dann zu einem Teil der Strecke, wo die Schotterpiste wohl fuer Bauarbeiten gesperrt war und der Verkehr auf eine noch schlechtere Strasse umgeleitet wurde. Auf diesem Stueck hatte die Strasse Schlagloecher, in denen man locker einen Kleinwagen verstecken koennte. Vor mir blieb ploetzlich ein Pickup an, weil seine Vorderachse gebrochen war. Dieses Stueck war aber zum Glueck nicht allzu lang, und von da ging es zurueck auf die Schotterpiste, die ploetzlich viel besser wirkte als vorher. Bald darauf wurde die Schotterpiste dann zu einer Teerstrasse, und die letzten Kilometer nach Kratie fuhren sich praktisch von selbst.

    Kratie marketDie Stadt Kratie gefiel mir auf Anhieb sehr gut, weil hier noch viele der alten Kolonialgebaeude erhalten sind und die Franzosen hier – wie es sich fuer eine Provinzhauptstadt gehoert – all’ die wichtigen Einrichtungen wie ein Elektrizitaetswerk und Wasserwerk gebaut haben, aber eben dimensioniert fuer eine Kleinstadt. Das Wasserwerk z.B. scheint hauptsaechlich aus einem Schild am Eingang und einem Wasserturm zu bestehen.

    Im Gaestehaus direkt am Mekongufer habe ich dann als erstes geduscht…was nach der staubigen Strecke auch dringen noetig war:

    Before......and after


    Mein Versuch, danach noch das Nachtleben in Kratie zu erkunden, blieben mangels Nachtleben leider erfolglos, aber fuer ein Foto von Kratie bei Nacht hat es doch noch gereicht:

    Kratie at night