• Tag 14: Tbeng Meanchey nach Koh Ker

    Posted on April 18th, 2010 Jan No comments

    Distanz: ca. 70 km
    Fahrtzeit: ca. 3 1/2 Stunden

    A dirt road after the rainWeil ich versuchen wollte, Koh Ker und Beng Mealea an einem Tag zu besuchen, bin ich heute besonders früh aufgestanden und sass schon um kurz vor 6 auf dem Fahrrad mit Kurs auf Koh Ker, was ein neuer Rekord war. Die Strecke war überwiegend eine sehr breite und angenehme Staubpiste (das Stück mit den Pfützen auf dem Foto war nur ein paar hundert Meter lang), und nach dem Regen gestern war die Staubwolke der vorbeifahrenden Autos etwas kleiner als sonst. Obendrein war es auch noch oft bewölkt und damit ein bisschen kühler als die letzten Tage, was die Fahrt noch angenehmer machte.

    Temple ornamentsIch kam schon vor 11 Uhr am unbesetzten Ticketschalter von Koh Ker an. Ohne Ticket machte mich etwas planlos auf den Weg zu den Tempeln, weil es in meinem Reiseführer keine Karte des Gebiets gab und Wegweiser oder Namensschilder auf dem Gelände der Tempel nur sehr spärlich gesät und ausschliesslich in Khmer geschrieben waren. Nur von den Hinweisschildern der erfolgreichen Minenräumungen in der Umgebung der Tempel konnte man manchmal entnehmen, mit welchem Tempel man es hier eigentlich gerade zu tun hatte. Koh Ker war kurzzeitig die Hauptstadt des angkorianischen Königreichs und umfasst nicht nur einen einzigen Tempel sondern – ähnlich wie Angkor Wat, nur in etwas kleinerem Massstab – gleich eine ganze Tempelstadt. Entlang eines Rundwegs sind auf dem Gelände von Koh Ker zig kleinere und grössere Tempel verteilt, die ich natürlich alle mal gesehen haben wollte.

    Nach zwei ziemlich ramponierten Tempelruinen kam ich zu einer Weggabelung, an der ich mich dazu entschloss, abzubiegen statt geradeaus zu fahren. Das stellte sich später als eine weise Entscheidung heraus, weil ich so erst ganz zum Schluss zur Pyramide und dem Haupttempel kam. Bei den kleineren Tempel war ich fast immer der einzige Besucher weit und breit – und auch der einzige Mensch im allgemeinen, weil es keine Souvenirverkäufer oder Freizeit-Guides gab. Ich genoss die Stille und das Gefühl, die Tempel eine Zeit lang für mich zu haben.

    A dressed-up elephantDoor columnA temple and a tree-thingyAncient Khmer inscriptions

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